Die Leute von Jovoto, Jonathan Weiss von Peritor und Sascha Lobo hatten die Idee, die parteipolitische Stimmung im Netz, besonders auf Twitter, irgendwie deutlich zu machen. Auch deshalb, weil aus irgendeinem unbekannten Grund gerade sehr viele Politker ins Netz und zu Twitter strömen.
Es handelt sich um die fünf Parteien, die aktuell im Bundestag vertreten sind. Das erschien uns als am einfachsten nachvollziehbar und als am fairsten.
Weil sie nicht im Bundestag vertreten ist.
Ja.
Wir durchsuchen automatisch alle Twitterbeiträge nach den entsprechenden Parteikürzeln samt Bewertung, listen das hier oben auf und werten die Zahlen im obigen Diagramm aus.
Um zu vermeiden, dass einzelne Twitter-Benutzer zu viel Einfluß oder Stimmung machen können, zählen wir pro Twitter-User nur 3 Posts/Tweets pro Tag.
Durch simples Twittern, und zwar mit dem Kürzel einer Partei, einer Raute (Hashtag) davor und einer direkt angeschlossenen Bewertung (+ oder -).
Geschützte Accounts werden nicht durchsucht (die dahinterliegende Suchmechanik verantwortet jedoch Twitter). Offene Accounts sollten, wenn sie hier nicht abgebildet werden wollen, die entsprechenden Hashtags vermeiden.
Hashtags sind mit einer Raute gekennzeichnete Stichworte. Für wahlgetwitter verwenden wir folgende Hashtags (Groß/Kleinschreibung egal):
- #CDU- (#CSU- geht auch)
- #CDU+ (#CSU+ geht auch)
- #SPD-
- #SPD+
- #FDP-
- #FDP+
- #Grüne- (#Gruene- geht auch)
- #Grüne+ (#Gruene+ geht auch)
- #Linke- (#DieLinke- geht auch)
- #Linke+ (#DieLinke+ geht auch)
Nein (Im Moment zählen wir nur die Parteien, die im Bundestag vertreten sind).
Vielleicht kann man auf diesem Weg Politik beeinflussen. Vielleicht nimmt es sich irgendjemand zu Herzen, wenn wie am Montag, den vierten Mai, an einem Nachmittag Stunden fast zweitausend negative Stimmen für eine Partei abgegeben werden. Die Chancen dafür stehen bei vielleicht 5% - aber immerhin.
Wir speichern hier ausschliesslich anonymisierte Zahlenwerte zu den Hashtags, um die obenstehende Auswertung überhaupt anbieten zu können. Alles andere speichern wir nicht, weil es uns nämlich nicht interessiert. Wir verantworten aber nicht, was Twitter alles speichert (auf deren Such-Datenbank greifen wir zu, zum Beispiel um die Tweets abzubilden). Bei uns um Löschung von einzelnen Twitterbeiträgen anzufragen, hat also nicht den geringsten Sinn, da alles bei Twitter gespeichert und öffentlich zugänglich ist.
Im Moment ja, denn es gibt keine Begrenzung für die Teilnahme. Wir beobachten aber die Situation und beim gehäuften Auftreten von spamartigen Aktivitäten haben wir verschiedene Methoden, eben das einzugrenzen: vom Blacklisting einzelner Accounts bishin zur Begrenzung auf sagen wir fünf Meinungsäusserungen je Tag und Account.
Google es.
Uff. Wenn das Konzept wahlgetwitter funktioniert, kann es gut sein, dass wir nachrüsten und auch die kleinen Parteien auflisten, und zwar in diesem Fall nach einem Prinzip, das ähnlich einfach und nachvollziehbar ist wie das bisherige.
Nein, natürlich nicht. Es twittern derzeit (Anfang Mai) etwa 70.000 deutschsprachige Microblogger - die aber zu den vernetzteren und onlineaktiveren Webnutzern gehören. Nach unserer Erfahrung handelt es sich dabei um genau die Multiplikatoren, die die öffentliche Stimmung und Meinung im Netz maßgeblich mitbeeinflussen. Wir denken konzeptionell auch darüber nach, auch andere Netzwerke und Plattformen miteinzubeziehen, etwa Facebook oder die deutschsprachige Bloglandschaft.
Ja. Da die Firma Twitter aus nachvollziehbaren Gründen jedoch keine Namen erlaubt, die "Twitter" irgendwie beinhalten, lautet der Name des Accounts höchst phantasievoll wahlgewitter (ohne das erste "t").
Ja.
Da! Da vorn, und zwar, wenn man hier so klickt und dann dort! Da ist ein Bug!
Bitte per Mail mitteilen, wenn möglich/sinnvoll mit Screenshot.
Kein Problem, rufen Sie einfach unsere offizielle Erklärbär-Hotline an: +49 177 63 63 999 - Sascha Lobo wird Sie nur milde beschimpfen und Ihnen danach entweder eine Erklärung oder eine halbseidene Ausrede anbieten.
Nein, so gern wir es wären - sind wir es nicht.

